Donnerstag, 13. Juni 2013

Anreise zur 3. Nordeuropäischen E-Mobil Rallye nach Vejle

Ein paar Tage nach dem Zieleinlauf, möchte ich hier den versprochenen Reisebericht abliefern.

Wie ihr wisst, ist die Nordeuropäischen E-Mobil Rallye für uns ein fester Termin im Jahr.
So war es für uns eine Selbstverständlichkeit, uns auch 2013 zu melden.
Wie sich herausstellte, waren wir sogar die ersten, die zugesagt hatten :-)
Aber der Reihe nach.

Der Rallyestart sollte am 08. Juni in Vejle, Dänemark erfolgen. Google Maps befragt und siehe da, es ist zu weit für eine direkte Anfahrt.

Wir haben uns aber fest vorgenommen, auf eigener Achse zum Start zu fahren.
Zum einen aus logistischen Gründen. Einen Anhänger, Zugfahrzeug, Fahrer zu organisieren und zu bezahlen sprengt den Budgetrahmen.
Zum anderen wäre das gegen unseren E-Fahrer Stolz ;-)

So musste eine Ladesäule her, an der wir auf dem Weg unsere zwei Zivan NG3 Ladegeräte versorgen können, um einigermaßen schnell zu laden.
Dänemark hat eine relativ gute Dichte von Ladesäulen, allerdings sind die unterschiedlichsten Systeme an unterschiedlichen Orten aufgestellt.
Die meisten öffentlichen Säulen nutzen den CHAdeMO 40kW Gleichstrom Ladestandard oder die in Europa einheitlichen Typ2 Säulen.
Zwei Nachteile: zum einen benötigen einige eine Registrierung, Prepaid-Konten oder Kontingente, zum anderen haben wir für beide keinen entsprechenden Anschluss.

Alternativen habe ich auf Seiten wie z.B. plugsurfing.dk gesucht, wo ich aber leider keine passende Steckdose auf unserem Weg finden konnte.
Durch den Tipp eines Kollegen bin ich auf den Segelclub Apenrade aufmerksam geworden.
Hier sind üblicherweise Wohnmobile am Hafen eingesteckt, die dort übernachten.
Nach einem kurzen Austausch per E-Mail wurde uns bestätigt, dass wir dort am Freitag zur Anreise laden können. Wunderbar!

Um 8:30 Uhr ging es am Freitag los. Über Flensburg gefahren, habe ich meinen Copiloten eingesammelt und wir haben uns zusammen auf den Weg nach Apenrade (Aabenraa) gemacht.
55 Kilometer lagen vor uns, die wir bei Sonnenschein und 80km/h genießen konnten.

In Apenrade angekommen, haben wir uns auf dem weitläufigen Platz eine ruhige Ecke gesucht, mit möglichst viel Steckdosen :-)
Zum Glück waren direkt über den Steckdosen die Sicherungen angebracht, denn diese waren nicht mit 16A abgesichert, wie zugesichert, sondern nur mit 10A.
Kein Problem für uns. Kurzerhand den Schraubendreher herausgekramt und die Ladeleistung nach unten angepasst. Das Problem: Wir laden nicht so schnell wie eingeplant, sondern -37,5%, was unsere Pause etwas verlängerte.

Nach etwas mehr als drei Stunden sind wir dann mit vollen Akkus wieder auf den Asphalt gerollt.
Die nächsten 80 Kilometer nach Vejle waren ebenso entspannt, wie die ersten 55, und so kamen wir pünktlich zur geplanten Vorveranstaltung um 14:00 Uhr in Vejle an.


Nach einer kurzen Begrüßung ging es sofort daran, die Ladegeräte wieder in Betrieb zu nehmen und den Akku wieder aufzufüllen.
Zum Glück gab es hier Kraftstrom und wir konnten ohne Probleme laden.
Das Rahmenprogramm war gut besucht. An den Straßen waren Plakate und Banner aufgestellt worden, die Zuschauer anlocken sollten.
Als Highlight gab es Showrennen von verschiedenen Elektroautos gegen einen benzinbetriebenen Corvette-Rennwagen.



video
Der Fisker-Karma hat zweimal "verloren", ein Tesla Roadster zweimal "gewonnen" ;-)
Nach dem Krach, den die Corvette dort veranstaltet hat, zogen wir uns zur ersten Teambesprechung mit unseren Roadbooks zurück, um den ersten Rallyetag durchzugehen.

Montag, 10. Juni 2013

Rallye-Ergebnis: Platz 18

Nur eine kurze Rückmeldung nach der Rallye, da wir erst um 02:00 Uhr heute Nacht zu Hause waren:
Wir haben in der vorläufigen Gesamtwertung den 18. Platz von 34 Teilnehmern gemacht.
In der Energieprüfung Platz 5.

Einen ausführlichen Bericht mit Bildern gibt es, sobald ich ausgeschlafen bin ;-)

Vielen Dank schon einmal an unseren Sponsoren ORION Versand Flensburg, für die Unterstützung!

Samstag, 8. Juni 2013

Rallyestart in Vejle, Dänemark

Nun ist es soweit. Die E-Rallye ist pünktlich um 9:00 Uhr in Vejle gestartet undwir sind dabei!
34 Teams starten in unterschiedlichen Fahrzeugen und Klassen.

Die erste Etappe hat uns nach Haderslev gebracht, wo wir gerade aufladen (insgesamt 3Std.).
Nach 101,7km auch höchste Zeit für uns!
16,2Ah waren noch im Akku, das bedeutet 1,12Ah/km verbraucht.
Nicht schlecht.

Auf nach Flensburg!

Freitag, 31. Mai 2013

Solec Riva Junior bei ebay

Was waren das für Zeiten :-)
Beim Durchstöbern der ebay-Elektroautos habe ich einen alten Bekannten gefunden:
Einen Solec Riva!

Vielleicht erinnern sich die einen oder anderen Leser noch an unser erstes Elektromobil, den weißen kleinen Solec Riva Junior mit den Flammen an den Seiten ;-)

Solch einen gibt es (leider nicht mehr ganz so fit) derzeit bei ebay zu ersteigern.
Natürlich nicht ganz so "cool" wie unser Renner, aber trotzdem niedlich ;-)

Donnerstag, 16. Mai 2013

WiFi Router für Soliton Setup

Vor knapp zwei Wochen habe ich mir einen kleinen Helfer bestellt, den ich kurz vorstellen möchte.
Es handelt sich hier um einen handlich kleinen WiFi-Router aus dem fernen Osten (China), den ich für knapp 15,- Euro erworben habe.

Dieser kleine Router (anscheinend baugleich mit dem Hame MPR-A1), in der Größe einer halben Zigarettenschachtel, dient mir als Netzwerk-Verbindung zum Soliton Jr.
Mit einem 1800mAh Akku ist er ideal für den Rallyeeinsatz oder zum "schnell mal etwas ändern" zwischendurch.
Per Ethernetkabel an den Controller stöpseln und mit dem iPad, iPhone oder sonstigem WLAN-Device einfach verbinden und über den Webbrowser die Einstellungen vornehmen.

Die sonstigen Funktionen brauche ich wohl nicht, sind aber auch nicht schlecht, wie Hotspot/AccessPoint, Repeater, Notakku für Handy ...

Bisher bin ich begeistert und hoffe, dass er mir lange Freude bereitet :-)

Mittwoch, 15. Mai 2013

Reichweite und Ladestopp

Seit ein paar Tagen versuche ich unsere Anfahrt (!) zur Rallye nach Dänemark zu sichern.
Es sind ca. 130 Kilometer, die wir zurücklegen müssen, was für unseren Beetle etwas zu viel wäre.

Mit dem Soliton als neuen Controller, den Sommerreifen aufgezogen und der ausgeschalteten Heizung (endlich Frühling), sind die Verbräuche deutlich nach unten gegangen.
Bei ruhiger Fahrweise (80-85km/h) liegt der Verbrauch bei 1,08Ah/km, also maximal 120km.
Wenn wir sehr sparsam und langsamer fahren würden, würden wir evtl. noch mehr herausholen können, allerdings wären wir dann auch bei 0% SOC!

Das möchte ich vermeiden, daher suche ich nach einer Lademöglichkeit am 07. Juni zwischen Apenrade und Kolding, was gar nicht so einfach ist.
Dänemark hat an sich ein gutes Netzwerk, allerdings nicht für unsere CEE Stecker, sondern für den Typ 2 Stecker (europäischer Standard) oder die 50kW-DC-Schnelladestationen (Chademo).

Auf verschiedenen Seiten sind Ladesäulen und private Lademöglichkeiten, die allerdings zu weit von der Route abweichen, nicht erreichbar sind oder an denen wir nicht laden können.

Daher habe ich nach einem Tipp beim Mittagstisch angefangen Campingplätze und Wohnmobil-Stellplätze abzusuchen.
Wie es aussieht mit Erfolg.
Der Aabenraa Sejl Club hat mir mitgeteilt, dass ich dort gern laden kann, wenn ich den Strom zahle, was für mich selbstverständlich ist.

Für uns bedeutet das ein Ladestopp nach ca. 50 Kilometern, also bei ca. 60%.
Bleiben noch 80km Strecke vor uns, die wir hoffentlich so meistern werden, sonst suchen wir uns für eine Stunde noch zwei 230V Steckdosen :-)

Alternative war zwischendurch ein Adapter von einem Typ 2 Ladestecker auf eine CEE 400V/32A Kupplung, den wir allerdings nur dieses eine Mal bräuchten.
Bei Preisen von 130,- für den Eigenbau und knapp 500,- von Menneckes (auf Schko !) ist mir das einfach zu teuer.

Hoffen wir, dass es so geht.

Dienstag, 14. Mai 2013

Zivan NG3 Ladekurvenanpassung

Wir sind mit unserer derzeitigen Ladeendspannung unserer Ladegeräte am Limit angekommen.
Unsere Zivan NG3 Ladegeräte haben eine maximale Ausgangsspannung von etwa 158,5V.

Dabei liefert die 120V Version etwa 13A, die 132V Version etwa 15A.
Beide können etwa 3A mehr bereitstellen, aber wie bei allen elektronischen Bauteilen ist es für die Lebenszeit besser, nicht ständig am möglichen Limit zu laufen.

Für unsere 46 Zellen ergibt die maximale Spannung der Geräte 3,45V pro Zelle.
Das ist OK, aber für eine "100% Ladung" oder für kommende Zellenerweiterungen wäre eine Grenze erreicht.

Darum habe ich bei unserem Lieferanten Atech nach einer möglichen Erweiterung gefragt, die mit unseren bisherigen Einstellungen aber so nicht möglich sind.
Eine Lösung sollen zwei neuen ICs bieten, die wir bestellt haben.

Diese sind für uns programmiert worden und sollen uns eine Erweiterung auf 166V bringen, eine IUa Kennlinie bieten und eine Abschaltung bei 4A ermöglichen.

"IUa" bedeutet, es wird mit maximalem Strom (I) geladen, bis die vorgesehene Spannung erreicht ist und ab dann diese Spannung (U) gehalten wird, bis der vorgegebene Ladeendstrom erreicht wurde.
Dann wird ausgeschaltet (a).

Nachzulesen in der "DIN 41772 Stromrichter; Halbleiter-Gleichrichtergeräte, Formen und Kurzzeichen der Kennlinien".

Ich bin gespannt, ob die neuen ICs halten, was ich mir davon verspreche.